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Die Träne im Gesicht

Sie kommt ganz unerwartet und auch nicht.
Versuch dich nicht davor zu wehren.
Aus deinem Dunkel in das Licht.
Will dich vielleicht auch nur belehren,
dass du nicht immer stark sein kannst.
Sei es bei Freude oder Sorgen.
Nicht immer machst du einen großen Tanz,
Gefühle zeigst, oft im Verborgenen.

Dabei soll sie doch jeder sehen.
Es ist doch auch dein wahres Licht.

Als würd dein Herz nach außen gehen.
Zeig deine "Träne" im Gesicht.

Thomas Knaup

 

 

Largo

Es ist schon spät.
Die Nacht entfaltet
ihren blauen
Mantel
und unser Lied.
Die Sterne
begleiten den
Reigen,
der sich dem Ufer
naht,
und heben die
Schwingungen ins
All.

Christa
Wehner-Radeburg

 

Deine Augen

Die Wärme deiner
Augen
ist meiner Seele
Mantel.

Christa
Wehner-Radeburg

 

 

Abendwind

Ich wart auf dich im Abendwind;
Der weithin geht und fern beginnt.

Der von mir alles weiß und mehr.
Was ohne Worte ist und schwer,
Geweint hab ich es in den Wind;
Der weithin geht und fern beginnt.

Eva Strittmatter

 

Einsamkeit

Ich wollte in der
Stille sein.
Bin in den Wald
gegangen.
Und habe mich im
Spinnennetz
Der Einsamkeit
gefangen.

Eva Strittmatter

 

Frage

Was bleibt mir, wenn die Liebe mich verläßt?
Wenn mich die Lust verläßt zu lieben?
Noch hat mir jedes leise Wort
Die Liebe eingeschrieben.

Eva Strittmatter

 

Immer

Ich liebe immer.
Die Entzückungen
der Seele.
Die in ein Auge
sieht, das Antwort
gibt,
Sie sind es, die ich
schamlos stehle.
Und niemand weiß,
wen ich geliebt,
als nur der eine,
den ich anseh,
Für eine Stunde,
einen Tag,
Und der mit
eingeht in mein
Fernweh.
Nach dem ich
immer wieder frag.

Eva Strittmatter

 

 

 

Mondnacht

Es war, als hätt der Himmel
Die Erde still geküßt.
Daß sie im Blütenschimmer
von ihm nun träumen müßt.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht.
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus.
Flog durch die stille Lande,
Als flöge sie nach Haus.

Josef von Eichendorff

 

Abends

Warum duften die Levkopien so viel schöner bei der Nacht?
Warum brennen deine Lippen so viel röter bei der Nacht?
Warum ist in meinem Herzen so die Sehnsucht auferwacht,
Diese brennend roten Lippen dir zu küssen bei der Nacht?

Friedrich Hebbel

 

 

Im Nebel

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,

Kein Baum sieht den andern,
Jeder ist allein.

Voll von Freunden war mir die Welt,
Als noch mein Leben licht war,
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.

Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise,
Von allen ihn trennt.

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein,
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein.

 Hermann Hesse

 

 

Du ?

Ein offenes Ohr, ein Lächeln und ein aufmunternder
Blick sind für Dich typisch. Und deshalb sage ich heute 
Danke und frage Bitte !?

Wahrheit und Ehrlichkeit
Fragen, Antworten
Weinen aber Lachen 
Zuhören aber Stille bewahren
Mit stillen lauten Lachen verstehen
Gedanken auf Dich richten
Blicke austauschen
Dir "ja" oder "nein" sagen
Ignoranz durch Toleranz besiegen 
Die Schönheit bewahren oder genießen ?
Wir beweisen es uns alltäglich wieder
"Danke" und "Bitte" 
als Struktur der wahren Emotionen verwenden
Ich meine die Anerkennung der anderen

macht uns aus 
Ob innerlich Gefühl oder nicht.

Sind äußerlich des Menschenwesen nur 
Eine Gestalt aus Schein und Erwartung
Denn beweist der Mensch Gefühl
ist er aus seiner Schutzschale ausgebrochen.

Ralf Möller 

 

 

Was ich dir wünsche

Ich wünsch dir eine Hängematte zum Träumen, Lesen oder Dösen,
so manche Sorge zieht vorbei, lässt in Gelassenheit sich lösen.

Ich wünsch dir einen Fliederstrauch mit lila Blüten voller Duft. In einer Wolke Wohlgeruch fliegst du nun durch die dicke Luft.

Ich wünsche dir ein gutes Lied mit tiefen und mit hellen Tönen, dann wird dich diese Melodie mit manchem bitteren Wort versöhnen.

Ich wünsch dir einen Stern am Himmel, der durch die dickste Wolke scheint und der dir Trost und Freude schenkt, wenn dein Herz vor Kummer weint.

Ich wünsch dir einen Regenbogen, der Hoffnung gibt und Brücken schlägt, der dich mit seinen sanften Farben durch jeden grauen Alltag trägt.

Monika Rieger

 

Heute ist der Tag, um glücklich zu sein!
Kein anderer Tag ist dir gegeben als der Tag von heute, um zu leben, um fröhlich und zufrieden zu sein. Wenn du heute nicht lebst, hast du den Tag verloren.
Verdüstere deinen Geist nicht mit Angst und Sorgen von morgen. Beschwere dein Herz nicht mit dem ganzen Elend von gestern.
Lebe heute!
An das Gute von gestern magst du getrost denken. Träume auch von den schönen Dingen, die morgen kommen mögen. Aber verliere dich nicht ins Gestern oder ins Morgen.
Gestern: schon vorbei. Morgen: kommt erst noch. Heute: der einzige Tag, den du in der Hand hast.
Mach daraus deinen besten Tag!

Phil Bosmans

 
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